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Vier Tage Camping in der Fränkischen Schweiz

„Sowas könnten wir mal wieder machen …“

Nach dem Wohnmobilausflug vor vier Jahren schwirrten lange neue Pläne durch die Köpfe der Kinder und ihrer Erzieher.  Die Idee zu einem gemeinsamen Zeltausflug wurde konkreter und so beschlossen drei Gruppen in den diesjährigen Osterferien für ein paar Tage Zelten zu fahren. Doch das Wetter sah zu Beginn der Ferien nicht wirklich nach Camping aus. Ein Skiurlaub wäre vielleicht angebrachter gewesen. Doch „Gott sei Dank“, waren dann einige schöne Tage vorausgesagt und somit konnte es losgehen.

Auf einem kleinen Zeltplatz in der fränkischen Schweiz schlugen wir unser Lager auf. Die Kinder und Jugendlichen teilten sich in kleine Gruppen ein, die jeweils für ihre Verpflegung selbst zuständig waren. Bis alles aufgebaut war, Essenspläne geschmiedet und eingekauft wurde, ging der erste Tag auch schon zu Ende. Am Abend gab es noch ein großes Lagerfeuer und dann ging es mit allen Schlafsäcken und Decken, die wir dabei hatten in die Zelte. So schön warm wie es Tagsüber war, in der Nacht waren Minusgrade vorausgesagt. 

Früh halfen ein warmer Tee und die Sonne dabei, die Motivation zu finden, aus dem Schlafsack zu klettern. Nach dem ersten Frühstück starten wir eine Wanderung rund um Muggendorf, vorbei an einigen Höhlen, die darauf warteten erkundet zu werden. Also hieß es „Stirnlampen nicht vergessen!“. Auch die Jüngsten bewiesen gute Wandersleut’ zu sein und marschierten tapfer 10 Kilometer über Stock und Stein.

„Ran an den Gaskocher und die Töpfe“, hieß es am Abend für die Selbstverpflegergruppen. Gebrutzelt, gerührt und gekocht wurden Speisen aller Art. Von Pfannkuchen über Schnitzel, Schinkennudeln und Süppchen war alles dabei. Es hat fein geschmeckt und alle wurden satt. Die Gruppen leisteten tolle Arbeit und halfen zusammen. Richtig Gas gaben wir erneut am nächsten Nachmittag beim Sommerrodeln in Pottenstein, rasant flitzten wir auf den Rodelschlitten ins Tal und testeten mit Freude alle Bahnen.

Besonders genossen haben wir alle die gemeinsame Zeit und das Leben auf dem Zeltplatz. Urlaubsbekanntschaften machen, gemeinsam Verstecken spielen und eine unbeschwerte Zeit haben. Besondere Highlights waren wie immer das Lagerfeuer anschüren, Schnitzen und die Wärme des Feuers genießen. Leckeres Stockbrot und Marshmallows versüßten uns die gemeinsamen Abende.Zum Abschluss besuchten wir gemeinsam die Therme in Obernsees und verbrachten die letzten Stunden eines tollen Ausflugs im schön warmen Wasser.

Wir alle sagen auch diesmal „… das machen wir wieder!“

JR/PK

Silvester in der Mühle

Silvester im Ferienhaus

Der Jahreswechsel im Ferienhaus „Mühle“ hat Tradition. Und so ging es auch in diesem Jahrwieder in die Mühle.
Bei Weihnachtsferien im Frankenwald denkt man an Schlitten fahren, Iglu bauen, Schneeballschlachten, usw. Der Wetterbericht hingegen, versprach viel Regen und kaum tief verschneite Landschaften.
Auch wenn es anders kam als erträumt, machte die Gruppe das Beste daraus. Anstatt eines Iglus auf der Terrasse wurde dann eben im Wohnzimmer eine große Höhle gebaut. Und mit Kochen, Basteln, Malen und Brettspielen ließ sich die Zeit gut nutzen.

Außerdem wurde in dieser Mühlenzeit viel „gewerkelt“. Es entstand eine Bank mit Schuhablage für die Garderobe und verschiedene Kunstwerke für die Kinderzimmer.

Die Möglichkeit mit Akkuschrauber und Säge zu arbeiten, sowie kleine und große Dinge zu bauen, kommt im Alltag oft zu kurz und wurde deshalb von vielen Kindern gerne und ausgiebig genutzt. So wurde diese Mühlenzeit ebenso abwechslungsreich und kurzweilig, als wenn es das erwünschte Winterwetter gegeben hätte. (PK)

So schön waren die Sommerferien

So schön waren die Sommerferien

Gemeinsam an der Ostsee

Sammeln zur Fahrt an die Ostsee

Als ganze Einrichtung für zwei Wochen in ein Feriendorf an die Ostsee zu fahren ist organisatorisch eine Herausforderung.

Ostseestrand bei Travemünde

Als Gemeinschaftserlebnis ist es eine großartige Erfahrung von der Kinder und Erwachsene noch lange sprechen und die alle ganz neu miteinander verbindet.

Venezianische Impressionen vom Ostseestrand
Zoobesuch in Rostock
Gemeinschaftstanz
Ein Tag am Strand

Silvester in der Mühle

Silvester in der Mühle

Auch in diesem Jahr fuhren wir Silvester wieder in die Mühle. Die Mühle, unser Ferienhaus, tief im Frankenwald. Der ideale Ort, um den Jahreswechsel fernab aller Nachrichten über Corona, Lockdown und Impfdebatten zu erleben.

Dass der Wetterbericht Schnee versprach steigerte die Vorfreude bei den Kindern. Also schnell die Taschen gepackt, Lebensmittel für neun Tage gekauft, die Autos beladen und schon ging´s los. Noch waren nicht alle Sachen ausgeladen, da war die Rodelbahn schon eröffnet. Mit dem Schlitten bis vor die Haustüre rutschen, schnell einen warmen Tee trinken und weiter geht’s. Schöner können Ferien im Winter kaum sein.

Der gute Geist, der dieses Haus bewohnt legt sich beruhigend auf die Gemüter der Besucher. Auch wenn die Tage laut und unruhig sind, ist die Geschäftigkeit keineswegs von schlechter Stimmung geprägt. Im Gegenteil, wenn die Kinder sich von ihren ausgedehnten Schlitten- und Schneeabenteuern aufwärmen, gibt es im Haus noch genügend Tolles zu tun. Da werden Vogelhäuser gebaut, Kunstwerke gemalt, Puppenkleider genäht, Bücher gelesen oder in der Küche Köstlichkeiten gezaubert.

Der Silvesterabend war dann in diesen Ferien doch etwas anders als sonst. Wie bei vielen anderen Familien auch, holten uns die Corona Bestimmungen ein. Diesmal gab es keine Fackelwanderung in der Nacht, es gab kein lautes und helles Knallen von Feuerwerksraketen und auch keinen Besuch von den anderen Gruppen des Kinderheimes. Es war stiller, nachdenklicher und trotz allem ein wunderbar lustiger Abend.

Hin und wieder wird in solchen Zeiten das ein oder andere Kind von dem guten Geist verlassen. Dann ist die erholsame Harmonie gestört und das gute Stimmungsbarometer sinkt auf unter null. Plötzlich müssen Dinge erledigt werden, die vielleicht wieder etwas gut machen. Manchmal ist mehr kaputt gegangen, als nur eine Glasscheibe. Auch solche Erlebnisse gehören zum täglichen Brot. Das Beste, was den Kindern in diesen Situationen passieren kann, ist, dass der gute Geist zurückkehrt. Dass ein Begreifen, ein Reifen und Verstehen innen drin wächst. Denn eines Tages werden sie in die weite Welt hinausgehen und dann sollen sie wissen, was richtig und falsch ist.

Von der weiten Welt zurück in unsere kleine Kinderheimwelt. Wir blicken sehr dankbar auf ein behütetes Jahr zurück und sehen hoffend in das Jahr 2021. Danke an alle, die uns bedenken, die uns begleiten und die sich für unser Leben interessieren.

Wir wünschen ein gesegnetes neues Jahr!

Spiel und Spaß beim Sommerfest

Spiel und Spaß beim Sommerfest

Das Sommerfest am letzten Mittwoch vor den großen Ferien ist einer der Höhepunkte im Kinderheimjahr. Auf der Spielwiese wird ein großes Zelt aufgerichtet, Kinder und Mitarbeiter bereiten verschiedene Beiträge vor, die Küche rüstet sich für das Buffet mit Köstlichkeiten vom Grill und einem reichhaltigen Angebot an Salaten. Getränke werden in die Kühlung gebracht, denn in diesen Tagen steigen die Temperaturen über 30 Grad. 

Heiß ersehnt wird das Sommerfest von Lilly* und Philip*. Sie werden an diesem Nachmittag verabschiedet. Lilly geht zurück in ihre Familie und Philip startet mit siebzehneinhalb Jahren in die Selbständigkeit. Abschied nehmen auch zwei Mitarbeiterinnen, für die ihre Jahrespraktika zu Ende gehen. 

Am Festtag begrüßt Einrichtungsleiter Friedemann Hopp die Gäste und führt durch das abwechslungsreiche Programm. Hortleiter Karsten Kordina verabschiedet einige Kinder aus dem „Wilden Haufen“ mit einer Foto-CD, die sie an die Zeit im Hort erinnert.  

Gemeinsam mit Kindern aus dem Heim zeigen sie einen Tanz mit dem Schwungtuch, bei dem Kinder verschiedenster Altersgruppen mitmachen. 

Auch die Circusgruppe des Kinderheims hat zwei Beiträge vorbereitet. Mit einer Wild-West-Show und einer Balancier- und Jonglier-Nummer begeistern die Kinder das Publikum. Die Band des Kinderheims lädt zum Mitsingen ein und die Gitarrenschüler spielen „Ein Freudentanz, ein Klagelied, für beides reicht die Zeit“. 

An diesem Nachmittag überwiegt eindeutig die Freude. Wer mit Essen fertig ist kann bei Spielangeboten mitmachen: Geschickt mit Schwämmen Wasser tragen, Dosen umwerfen oder im Sandkasten nach Edelsteinen graben. 

(* Namen geändert.)